Baumschäden erkennen: Baumcheck nach Hitze

Baumschäden erkennen: Braune Blätter, dürre Äste und verborgene Schäden in der Krone

Braune Blätter im August müssen noch kein Zeichen für den Herbst sein. Wer Baumschäden erkennen will, sollte deshalb nicht nur auf die Blätter schauen.

Die lang anhaltende Sommerhitze belastet viele Bäume. Einige werfen ihr Laub ungewöhnlich früh ab, andere zeigen dürre Äste oder eine deutlich lichtere Krone.

Doch die Hitze ist nicht die einzige Belastung dieses Sommers. Noch davor gab es heftige Gewitter und Sturmböen. Dabei wurden Äste beschädigt, Kronenteile geschwächt und bestehende Schwachstellen zusätzlich beansprucht. Manche Folgen zeigen sich erst jetzt.

Gerade bei Schularealen, Wohnsiedlungen und öffentlichen Anlagen ist deshalb ein genauer Blick auf den Baumbestand sinnvoll. Denn der Herbst steht bevor – und damit weitere Wetterwechsel, Wind und zusätzliche Belastungen für bereits geschwächte Bäume.

Nicht jede Auffälligkeit ist gefährlich. Aber sie ist ein guter Grund, genauer hinzusehen.

Woran erkennen Sie, dass ein Baum genauer geprüft werden sollte?

Bäume reagieren unterschiedlich auf Hitze, Trockenheit und vorangegangene Wetterereignisse. Entscheidend sind unter anderem Baumart, Standort, Wasserversorgung und der bisherige Zustand.

Achten Sie bei Ihrem nächsten Rundgang besonders auf:

  • ungewöhnlich früh gelbe oder braune Blätter
  • vorzeitigen Blattfall
  • dürre Zweige oder abgestorbene Äste
  • eine auffallend lichte oder ungleichmässige Krone
  • abgebrochene oder auffällig abgesenkte Äste
  • Risse oder ungewöhnliche Astverbindungen

 

Liegen bereits im August auffallend viele Blätter unter einem Baum? Wirkt eine Krone plötzlich deutlich lichter als die der umliegenden Bäume? Das sind Hinweise, die man nicht einfach übergehen sollte.

Gleichzeitig gilt: Ein einzelnes Symptom macht einen Baum noch nicht zum Risiko. Entscheidend ist der Gesamtzustand.

Baumschäden erkennen: Hitze ist oft nur ein Teil des Gesamtbildes

Nicht jeder Schaden, den wir aktuell sehen, ist durch die Hitze entstanden.

Gewitter und Sturmböen haben vielerorts an den Baumkronen gearbeitet. Äste können dabei angebrochen oder Astverbindungen geschädigt worden sein. 

Genau das ist entscheidend: Ein Baum kann gleichzeitig unter Hitzestress leiden und ältere Schwachstellen oder Sturmschäden aufweisen.

Totholz, Bruchäste und Äste mit Spannungsrissen befinden sich zudem häufig im Kroneninneren. Dichtes Laub und die Höhe des Baumes erschweren den Blick vom Boden.

Was von unten unauffällig aussieht, muss deshalb nicht zwingend unauffällig sein.

Warum sollten Sie jetzt prüfen – und nicht erst im Herbst?

Weil viele Belastungszeichen gerade jetzt sichtbar werden.

Früher Blattfall, lichte Kronen und dürre Äste lassen sich im Spätsommer gut erkennen. Gleichzeitig können Schäden aus vorangegangenen Gewittern weiterhin im Kronenraum verborgen sein.

Und: Der Herbst steht vor der Tür.

Ein bereits geschwächter oder vorgeschädigter Baum sollte deshalb möglichst vor der nächsten zusätzlichen Wetterbelastung beurteilt werden – nicht erst danach.

Besonders aufmerksam sollten Verantwortliche dort sein, wo Bäume über stark genutzten Bereichen stehen, beispielsweise:

  • Pausenplätzen und Spielbereichen
  • Fuss- und Velowegen
  • Hauseingängen
  • Parkplätzen
  • Sitz- und Aufenthaltsbereichen
  • öffentlichen Anlagen

 

Gerade bei Gemeinden, Schulen und Liegenschaftsverwaltungen schafft eine frühe Einschätzung vor allem eines: Klarheit darüber, ob überhaupt Handlungsbedarf besteht.

Auch Medien berichten aktuell über trockenheitsbedingte Schäden und Astabbrüche: bazonline.ch

Kostenloser Baumcheck: Was prüfen wir?

Beim kostenlosen Baumcheck erhalten Sie eine erste fachliche Einschätzung vor Ort.

Wir beurteilen den Baum zunächst vom Boden aus und achten dabei unter anderem auf den Allgemeinzustand, die Krone, Totholz, erkennbare Bruchstellen und auffällige Astverbindungen.

Danach wissen Sie, was sinnvoll ist:

  • weiter beobachten
  • Totholz entfernen
  • beschädigte Äste bearbeiten
  • die Krone gezielt pflegen
  • oder weitere Abklärungen vornehmen

 

Der kostenlose Baumcheck ist kein schriftliches Baumgutachten. Er ist eine erste professionelle Einschätzung, damit Sie wissen, ob und wo Handlungsbedarf besteht.

Praxisbeispiel: Was vom Boden aus kaum sichtbar war

Wie wichtig der Blick in die Krone sein kann, zeigte sich bei diesem Einsatz.

Der Baum war noch vor der starken Sommerhitze heftigen Sturmböen ausgesetzt gewesen. Bei der Kontrolle zeigte sich, dass mehrere Äste ausgebrochen beziehungsweise beschädigt waren.

Bei der Kontrolle in der Krone wurden ausgebrochene Äste eines früheren Sturms sichtbar. Die beschädigten Äste wurden professionell entfernt sowie die Krone gezielt ausgelichtet und angepasst.

Baumschäden erkennen – und gezielt handeln

Die letzten Monate haben vielen Bäumen einiges abverlangt: zuerst Gewitter und Sturmböen, danach lang anhaltende Hitze und Trockenheit.

Jetzt werden die Folgen sichtbar.

Vielleicht verliert ein Baum ungewöhnlich früh sein Laub. Vielleicht wirkt die Krone lichter als sonst. Oder Sie können vom Boden aus schlicht nicht beurteilen, ob Totholz oder beschädigte Äste vorhanden sind.

Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine fachliche Einschätzung.

Die Fällag AG aus Lindau ZH unterstützt Gemeinden, Schulen, Liegenschaftsverwaltungen, Unternehmen und Eigentümerschaften bei der Beurteilung und Pflege ihres Baumbestandes.

Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Bäume zu fällen.

Unser Ziel ist, Schäden frühzeitig zu erkennen, gesunde Baumsubstanz möglichst zu erhalten und dort zu handeln, wo es tatsächlich notwendig ist.

Erst beurteilen. Dann gezielt handeln.

Häufige Fragen zu Baumschäden und Hitzestress

Anhaltende Hitze und eine eingeschränkte Wasserversorgung können dazu führen, dass Bäume ihr Laub ungewöhnlich früh abwerfen. Entscheidend ist jedoch immer der Gesamtzustand des Baumes.

Nein. Braune Blätter oder früher Blattfall sind zunächst Hinweise auf eine Belastung. Ob zusätzlich Schäden vorhanden sind, muss am gesamten Baum beurteilt werden.

Dazu gehören beispielsweise Totholz im Kroneninneren, beschädigte Astverbindungen, ausgebrochene Äste oder Äste mit Spannungsrissen. Dichtes Laub und die Höhe des Baumes können die Sicht zusätzlich erschweren.

Der Baum wird vom Boden aus kontrolliert. Danach erhalten Sie eine erste fachliche Einschätzung und eine Empfehlung für das weitere Vorgehen.

Nein. Je nach Zustand genügt Beobachten oder eine gezielte Baumpflege. Eine Fällung kommt erst dann infrage, wenn sie aufgrund des tatsächlichen Zustandes notwendig ist.

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